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Familie als größtes Abenteuer und Quelle der Dankbarkeit

„Eine Ehe einzugehen und eine Familie zu gründen ist, nachdem alle Achttausender bestiegen und alle Kontinente entdeckt sind, das größte verbliebene Abenteuer.“ (Sören Kierkegaard) Partnerschaft und Kinder sind die wirksamsten Mittel um sich selbst zu entdecken und sich zu ergründen. Dass ich dieses Abenteuer leben und erleben darf erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.  Mit Ulla und unseren fünf Kindern, Schwiegerkindern und Enkelkindern sind wir eine mächtige Mannschaft die immer ausreichend Sorgen & Freuden bereithält, dass sowohl die Gefahren abzuheben wie auch jene, den festen Boden zu verlieren, gebannt sind. 

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Wo Ehrfurcht endet, beginnt Zerstörung

„Ehrfurcht vor dem Leben umfasst alles – das des Menschen wie das der Tiere und der Pflanzen“ (Albert Schweitzer). Am Umgang der Menschen mit Natur und Tieren können wir ablesen, ob diese Menschen ihre Mitmenschen respektieren und ehren. Respekt, Ehrfurcht und Liebe sind unteilbar. Die zunehmende Verschandelung unserer Umwelt und die Degradierung von Natur zum blossen Energielieferanten für die grenzenlose Stromgier der Menschen, widerspricht meinem Verständnis von einem Leben im Einklang mit der Natur. Seit dem Jahr 2024 engagiere ich mich gegen den Ausbau von Windenergieanlagen im (Schwarz-)Wald. Der Schaden, den Windenergieanlagen im Wald anrichten, steht meines Erachtens in keinem akzeptablen Verhältnis zu ihrem Nutzen.

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Erneute Grenzschließungen in Europa….

sind ein Widerspruch in sich selbst. Ein geeintes Europa, wie es die EU vorgibt sein zu wollen, ist das Gegenteil von Grenzen zwischen den Mitgliedsstaaten. Dass nur 30 Jahre nach der Öffnung der Binnengrenzen diese Öffnung Scheibchenweise wieder zurückgenommen wurde, stellt der europäischen Politik und den sie tragenden Parteien kein gutes Zeugnis aus. Die Bewegungsfreiheit der Bürger Europas wird einem Sicherheitsdenken geopfert, das Ergebnis dessen ist, dass die EU-Politik 30 Jahre lang nicht gewillt oder nicht fähig war die Außengrenzen der EU als tatsächliche Grenzen einzurichten. Es ist ein Widerspruch in sich selbst, wenn Menschen in definierten Räumen Regeln für ihr Zusammenleben erarbeiten und beschließen, und diese Regeln dann nicht nach außen absichern.

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Auszeichnung mit dem Deutsch-Französischen Freundschaftspreis 2021

Der Deutsch-Französische Freundschaftspreis wurde mir im Jahr 2021 übergeben. Als Begründung schreibt der damalige deutsche Botschafter in Paris, Hans-Dieter Lues; u.a.: „Nach der Vorstellung von Peter Cleiß muss die Deutsch-Französische Zusammenarbeit und Freundschaft eine Selbstverständlichkeit werden. Diesen Grundsatz hat er auch während der Corona-Zeit verteidigt. So hat er in dieser schwierigen Situation für die Grenzregion Bürgeraktionen zur Bekundung der deutsch-französischen Solidarität organisiert.“ Die „Regen-Schirm“ Aktionen auf der Passerelle und entlang des Rheinufers haben hunderte von Menschen dazu gebracht, sich zu beteiligen.  

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Lehrreiche Erfahrungen in Zeiten von Diffamierung und Ausgrenzung

Der Enttäuschung über die Grenzschließungen folgte die Erfahrung, dass mein öffentliches Engagement für einen Grundrechtekonformen Umgang mit der Gefahr einer Virus-Erkrankung, massive Diffamierungen und Diskriminierungen auslöste. Insbesondere die Reaktionen aus dem Kreis der Kirche(n) und des Fußballs hatte ich so nicht erwartet.  Im Rückblick war diese Zeit eine zwar schmerzhafte aber zugleich äußerst Lehrreiche Erfahrung.

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Politisches Erwachen durch die Grenzschließungen im März 2020

Als im März 2020 die Grenze zwischen Kehl und Straßburg geschlossen wurde, mit der Begründung, man müsse mit dieser Maßnahme die Ausbreitung eines Virus aufhalten, war dies ein Schock für mich und für zahlreiche Freunde in meinem Umfeld. Während der Weg nach Osten weiterhin für hunderte von km frei war , wurde mir der Weg nach Westen untersagt. Die Grenzschließungen im März 2020 haben mich politisiert und mir deutlich gemacht, dass die Entwicklungen offener Grenzen in Europa fragil sind und jederzeit in eine andere, von mir nicht gewollte Richtung laufen können. Seit den Grenzschließungen im März 2020 habe ich das Vertrauen in einen großen Teil der Politik, der Medien und des akademischen Milieus verloren.

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Im Gegeneinander das Miteinander finden

Als Fußballspieler habe ich in jungen Jahren weder mich selbst noch meine Gegenspieler geschont. Körperbetonte Zweikämpfe waren ganz nach meinem Geschmack. Die „dritte Halbzeit“ nach dem Spiel durfte nicht fehlen – der Gegner auf dem Platz war nach dem Spiel der Freund an der Theke,  mit dem ich die Leidenschaft für das Fußballspiel teile. Als Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbandes und Mitglied der „Commission pour la coopération transfrontalière“ des elsässischen Fußballverbandes habe ich mich an dieser Nahtstelle auch über den Rhein hinweg engagiert. 

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Engagement für die Deutsch-Französische Freundschaft und ein vereintes Europa

Die Deutsch-französische Freundschaft und ein stetiger Blick auf Europa begleiten mich von Kindheit an. „Gemeinsam in Vielfalt“ ist die Kernbotschaft die die europäische Geschichte den nach 1945 Geborenen mitgegeben hat.  Ein Leben am Oberrhein, das nicht gemeinsam gelebt werden kann, das sich auf Grenzen aufbaut und statt Verständigung & Nähe, Abgrenzung & Distanz sucht, war in zurückliegenden Jahrzehnten der Samen aus dem neue Konflikte sprossen.      Der Adenauer-De Gaulle Preis 2017 war für die Beruflichen Schulen Kehl und mich persönlich ein Augenblick der Genugtuung über die Anerkennung des geleisteten, wie auch der Ermutigung, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

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Gemeinschaft und Heimatgefühl im „Stade de la Meinau“

Vom Vater auf mich, von mir auf meine Kinder, von meinen Kindern auf unsere Enkelkinder – das Stade de la Meinau und der Racing Club de Strasbourg Alsace sind ein Ort und Momente in denen ich vom Individuum zum Teil eines größeren Ganzen werde. Wenn sich über 20.000 im Gesang vereinen kommt es fast nicht mehr darauf an, was sie singen – Hauptsache sie singen. Wenn dann noch elsässische Sprachfetzen um mich fliegen und Racing gewinnt, ist ein Abend auf der Meinau perfekt.

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Spiritualität und Verbundenheit in „Saint Pierre le Jeune“, Straßburg

Gelebte Religiosität & Spiritualität ist von Kindheit an Teil meines Lebens.  In Saint Pierre le Jeune in Straßburg spricht die über tausendjährige Geschichte direkt aus den Mauern zu dem Besucher. Stille Gedanken, die vom Gemäuer über die Jahrtausend-Grenze hinausgetragen werden, machen den Blick frei auf das Leben an sich und betten uns ein in den Kreislauf des werden-und-vergehen. Dass wir hier unser Ehe geschlossen haben ist bei jedem Besuch in Straßburg eine Freude für mich.

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Ein Bild an der Wand

An der Wand neben meinem Schreibtisch hängt seit über 50 Jahren ein Foto von Fjodor Michailowitsch Dostojevski. Seine Bücher, seine Theologie, seine Menschensicht haben mich von Jugend an geprägt. Die „Großinquisitor-Legende“ hat mein Verständnis von Freiheit und Sicherheit wesentlich beeinflusst, „Schuld und Sühne“ hat mein Verständnis von Kriminalität und Strafe geprägt und mein Jesus-Bild ist auf dem geistigen Boden der „Die Brüder Karamasow“ gewachsen.  Mein Russlandbild und meine Emotionen gegenüber Russland und den Russen sind Ergebnis des Einflusses den Dostojevski auf mich hatte. 

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